Gründerzeit liebt reich profilierte Rosetten, Messing warm satiniert, kräftige Klinken. Jugendstil zeigt fließende Linien, florale Andeutungen, Porzellanhebel. Bauhaus reduziert, setzt auf klare Geometrien, Chrom und präzise Proportion. Wir analysieren Räume, Türhöhen, Fensterteilungen, um stilsichere Entscheidungen zu treffen. So fügen sich Armaturen selbstverständlich ein, statt verkleidet zu wirken. Die richtige Zeitspur macht jedes Detail glaubwürdig und erhöht die Freude am täglichen Gebrauch.
Quellen reichen von lokalen Bauantiquariaten über Kleinanzeigen bis zu Manufakturen. Wir kontrollieren Gewinde, Achsmaße, Dichtungssitze, Maßhaltigkeit, Materialstärke und Oberflächenzustand. Fotos, Maßblätter und Montagehinweise werden archiviert, damit auf der Baustelle kein Rätselraten entsteht. Wo seltene Teile gefunden werden, dokumentieren wir Provenienz und Besonderheiten. So bleibt die Beschaffung transparent, Entscheidungen nachvollziehbar und die spätere Wartung planbar, ohne improvisierte Kompromisse einzugehen.
Originale lassen sich oft aufarbeiten: Entlacken, Nachverchromen, Polieren, Dichtungen erneuern, Kartuschen tauschen. Reproduktionen lohnen sich, wenn Hygiene, Normen oder Verfügbarkeit es verlangen. Entscheidend sind Ehrlichkeit und Qualität: Material, Gewicht, Oberflächenhärte, Ersatzteile. Wir vergleichen Angebote, testen Haptik, prüfen Spritzbilder bei Armaturen und Schaltkomfort bei Tastern. So entsteht ein Set, das optisch überzeugt, technisch zuverlässig ist und langfristig wartbar bleibt, ohne stilistisch zu verrutschen.